Verbrechen passen nicht zum sozialistischen Menschenbild der DDR. Die Vertuschung und Geheimhaltung krimineller Straftaten wird zur Regel. Doch auch im SED-Staat wurde gemordet, geraubt und betrogen. Diese Dokumentation widmet sich vier spektakulären Kriminalfällen aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren – allesamt vertuscht und geheim gehalten.
1981 wagen vier Strafgefangene einen gewaltsamen Ausbruch aus der DDR, um ihre Ausreise zu erzwingen. Der Ausbruch gelingt – mit brutaler Gewalt. Doch können die Gefangenen die Freiheit wirklich durchsetzen? 1979 explodiert eine Rohrbombe in Weimar. Kurz darauf findet die Polizei am Bahnhof eine weitere Bombe. Stasi und Polizei geraten in helle Aufruhr: Gibt es eine Terrorgruppe in der DDR – oder ist es eine Dummheit von Jugendlichen?
In Plauen überfällt und würgt ein Kriminalist immer wieder junge Frauen. Da der Täter selbst zum Ermittlerteam gehört, bleibt es ein sorgsam gehütetes Geheimnis. Und an der Transitautobahn Berlin–Leipzig werden zwei erschossene Männer gefunden – offensichtlich aus dem Westen. Selbst die Sonderermittler des MfS stehen vor einem Rätsel. Sechs Jahre wird es dauern, bis sie herausfinden, dass der Täter aus dem Geheimdienstmilieu der DDR stammt – einem Geheimdienst, noch mysteriöser als die Stasi.
Der Film zeigt in nachgestellten Szenen, Archivbildern und Originaldokumenten die Fälle – mit Berichten von Experten, Zeitzeugen und Opfern, die neues Licht auf die Ermittlungen werfen.